Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge

Die Weihnachtspyramide gehört in Seiffen und im ganzen Erzgebirge in jedem Haushalt zu Weihnachten dazu. Neben Nussknacker, Räuchermann und Schwibbogen sind sie die beliebtesten Dekorationsartikel. Mit ihrem Kerzenschein verströmen sie eine eine gemütliche Atmosphäre. Bei dem Lichtspiel an der Decke schlägt jedes Kinderherz schneller.

Auf den Laufscheiben werden gerne weihnachtliche Motive umgesetzt. Die Geburt Christi, Musikengel, Weihnachtsmänner, Bergmänner oder Waldmotive sind hier die gängigsten Varianten. Aber auch neutrale Ausführungen kann man heutzutage erwerben. Osterhasen, Bienen oder Mäuse, da ist für jeden etwas dabei.

Geschichte der Weihnachtspyramiden

Aus der Bauform und Funktionsweise eines Pferdegöpels entstand die Idee für die Weihnachtspyramiden. Mit diesem Göpel wurden im Bergbau die abgebauten Bodenschätze zu Tage gefördert.

Anfang des 18. Jahrhunderts gab es sogenannten Lichtergestelle, die mit Zweigen und Kerzen geschmückt wurden. Daraus entwickelte man Ende des 18. Jahrhunderts Drehtürme. Diese wurden immer weiter perfektioniert, bis zur heute bekannten Weihnachtspyramide.

Wie funktioniert die Weihnachtspyramide?

Auf einer Grundplatte ist der hölzerne Rahmen der Weihnachtspyramide montiert. Die Pyramide besteht aus einer oder mehreren bestückten Drehscheiben. Diese sind an der Achse (Welle) befestigt. An der Achse wird oben das Flügelrad aufgesetzt. Die Flügel müssen leicht schräg angebracht werden. Im unteren Teil der Pyramide sitzt die Spitze der Achse in einem Lager. Dieses kann aus Glas, Keramik oder Stahl bestehen. Man zündet die Kerzen der Pyramiden an. Durch die aufsteigende Wärme der Flammen beginnen die Laufscheiben und die Flügel zu drehen.

Verschiedene Arten

Es gibt viele verschiedene Arten von Pyramiden. Klassische Modelle, wie die Göpelpyramiden erinnern an die Entstehungsgeschichte der Weihnachtspyramiden. Häufig vertreten sind einstöckige oder mehrstöckige Pyramiden. Diese werden mit Pyramidenkerzen oder Teelichtern angetrieben. Entscheidet man sich für eine Teelichtpyramide, sollte man spezielle Pyramidenteelichte verwenden. Nur diese garantieren eine gleichmäßig starke Flamme.

Elektrische Pyramiden werden immer beliebter. Keine tropfenden Wachskerzen und die Weihnachtspyramide muss nicht ständig beobachtet werden. Angetrieben werden sie mit einem elektrischen Motor. Zum Leuchten bringen sie kleine Glühbirnchen.

Eine wunderschöne Variante sind die Hängepyramiden. Sie werden an der Zimmerdecke montiert. Hier ist auf einen ausreichenden Abstand nach oben zu achten, damit die richtige Thermik entstehen kann.

Eine Spielart der Pyramiden stellen die sogenannten Wärmespiele dar. Man platziert sie über einer Heizung oder einem Ofen. Nur durch die aufsteigende Wärme drehen sich diese.

Doch was, wenn man aus den unzähligen Varianten trotzdem nicht das richtige Modell findet? Dann hat man noch die Möglichkeit, sich seine Pyramide selbst zu gestalten. Mit einer unbestückten Pyramide kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Meine Pyramide dreht sich nicht mehr

Sollte Ihre Weihnachtspyramide sich nicht mehr richtig drehen, kann man das meist mit wenig Aufwand beheben. Oft ist das Lager im Inneren der Pyramide das Problem. Ein Tropfen Feinmechanikeröl (harzfrei) bewirkt hier oft Wunder. Hilft das nicht, muss das Lager eventuell ausgetauscht werden. Das ist bei den meisten Pyramiden schnell erledigt. Wenn Ihre Pyramide immer noch nicht richtig läuft, kommen Sie gerne auf uns zu.

Wichtig

Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt bleiben. Falls die Pyramide stehen bleibt, muss man reagieren können. Nur so haben Sie lange Freude an Ihrer Weihnachtspyramide.

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