Das Erzgebirge und sein Wald
Hektarweise Inspiration
Hektarweise Inspiration
Für die wirtschaftliche Entwicklung im Erzgebirge war der Wald entscheidend:
Bergbauindustrie und Glashütten benötigten Holz als Brenn- und Baustoff. Diese intensive
Nutzung führte gemeinsam mit der Rodung für Bergbau und Landwirtschaft zum starken Rückgang der zusammenhängenden Waldgebiete. Der Freiberger Berghauptmann Hans Carl von Carlo Witz entwickelte zum Anfang des 18. Jahrhunderts schließlich den Gedanken der »Nachhaltigkeit«:
Wälder sollten gezielt wieder aufgeforstet werden, um die Holzproduktion auch für spätere Generationen zu erhalten.
Aber der Erzgebirgswald ist mehr als ein Wirtschaftsfaktor:
Spätestens mit dem Heimatdichter Anton Günther, der zu
Beginn des 20. Jahrhunderts in unzähligen Liedern die Berge
und Wälder des Erzgebirges besang, wurde er Sinnbild für
die tiefe Verbundenheit zur Heimat:
»Wu da Walder haamlich rauschen, wu da Haad su rötlich blüht,
mit kann Königmöcht’ ich tauschen, weil do drub’n mei Haisel stieht!«
Kein Wunder also, dass der Wald auch heute noch immer wieder als Inspiration für neue Motive dient. Unzählige Förster und Jäger tummeln sich als Räuchermännchen in den Regalen der Seiffener Geschäfte. Holzleute zeugen von einer Zeit, als man noch in die Wälder ging, um Holz und Reisig für die harten Wintermonate zu sammeln. Pilzsammler und Räucherpilze, rauchende Waldhütten und allerlei geschnitzte Waldtiere – in jeder dieser Figuren lebt ein Stück Erzgebirgswald weiter und erinnert an die Ruhe, die Schönheit und die traditionsreiche Handwerkskunst unserer Heimat.
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